
Italien stöhnt unter einer noch höheren Schuldenlast als Griechenland, die nur mit höheren Steuereinnahmen bei einem Wirtschaftswachstum oder mit drastischen Sparmaßnahmen abgebaut werden kann. 24 Milliarden Euro will der italienische Staat in diesem und im kommenden Jahr einsparen. So sieht es ein „Blut und Tränen"-Nachtragshaushalt vor, der vom Finanzminister Giulio Tremonti stammt, und die Neuverschuldung von 5,2 auf unter 3 Prozent des Bruttosozialproduktes senken soll und noch auf heftigen Widerstand der Sozialpartner stoßen wird.
Nachverfolgbarkeit der Zahlungen - Die Schwelle für Bargeldzahlungen wird von 12.500 Euro auf voraussichtlich 5.000 Euro gesenkt. Die Überbringer-Sparbücher werden abgeschafft. Zusätzliche Maßnahmen sind für Unternehmen und Freiberufler für Rechnungen von mehr als 3.000 Euro vorgesehen: Hier soll entweder die Pflicht zur elektronischen Rechnung oder eine Art elektronische Kundenliste vorgesehen werden. Genaueres ist noch nicht bekannt.
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